Blockchain Masters – 03. Mai 2018 – Hamburg

Dieter Rehfeld

Vorsitzender der Geschäftsleitung der regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbH

ABOUT

Dipl.-Volkswirt Dieter Rehfeld ist seit 2003 Geschäftsführer der regio iT aachen GmbH und nach deren Zusammenschluss mit der INFOKOM Gütersloh AöR nunmehr Vorsitzender der Geschäftsführung der neuen Gesellschaft regio iT. Davor war er Leiter der Abteilung Controlling und Zentrale Steuerung der Stadt Düsseldorf und Beigeordneter der Stadt Aachen für Personal, Organisation und Informationstechnik.

regio iT ist IT-Dienstleister für Kommunen und kommunale Unternehmen und betreibt zwei Rechenzentren. Herr Rehfeld ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Stiftung für den neuen FH-Studiengang Energiewirtschafts-Informatik an der Fachhochschule Aachen, Mitglied des Beirats des Instituts European Center for Sustainable Mobility (ECSM) und Mitglied des Forschungsbeirates der RWTH Aachen.

Management von Identitätsdaten am Beispiel des Führerscheinregisters

Sidestage, 11:45 Uhr – 12:05 Uhr

Die zunehmende Digitalisierung von Prozessen ermöglicht in vielen Fällen schon heute eine papierlose Vorgangsbearbeitung. Aufgrund rechtlicher Vorgaben sind jedoch partiell Überprüfungen von Urkunden und Bescheiden in Papierform erforderlich, für die es bislang keine effiziente, durchgängige und verbreitete digitale Methodik gibt. Dies ist mit hohem Aufwand und Folgekosten verbunden – insbesondere wenn mehrere Institutionen beteiligt sind. So ist beispielsweise trotz elektronischer Reservierungssysteme aufgrund der Nachweispflicht einer gültigen Fahrerlaubnis eine unterbrechungsfreie intermodale Reise mit Benutzung eines Leihwagens nicht möglich.

Der Prozess der Führerscheinprüfung soll alternativ zu der Papierform mit Hilfe der Hinterlegung von Daten in einer konsortialen Blockchain exemplarisch in einem Pilotprojekt realisiert werden. Anhand dieses Prozesses kann der datenschutzkonforme Austausch von Identitätsinformationen zwischen verschiedenen Beteiligten in einem verteilten Szenario konzipiert und analysiert werden.

Das Konzept sieht eine Speicherung der Daten aus den Führerscheinregistern durch die kommunalen Führerscheinstellen unter einem Pseudonym vor, welches aus dem Namen und der Führerscheinnummer des Inhabers mit Hilfe einer Hashfunktion gebildet wird. Dieses Pseudonym kann als Schlüssel zur Suche in dem Datenbestand benutzt werden – z.B. durch eine Autovermietung. Es erlaubt das Auffinden und Prüfen der aktuellen Informationen, sofern man den Namen und die Führerscheinnummer kennt, die der Fahrzeugmieter angegeben hat. Ein Rückschluss auf die Identität ist aus der Kenntnis des Pseudonyms jedoch nicht möglich. Das Prinzip ist grundsätzlich erweiterbar für verschiedene Szenarien mit anderen kommunalen Registern. Die intensive Beschäftigung mit der noch neuen Technologie in einem Pilotprojekt erlaubt es, die Möglichkeiten und Grenzen sowie die Übertragbarkeit auf andere Prozesse zu analysieren.

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